Werkstatt · Anleitung

Ein Nistkasten für Meisen.

Werken für den Naturschutz. Mit Zuschnittplan nach NABU-Maßen, Montage zum Aufklappen und Tipps zum Aufhängen.

NiveauEinsteiger mit Erfahrung
Zeitca. 3 Std.
Alterab Klasse 6 mit Anleitung
Kostenca. 10 bis 15 €

Ein Nistkasten für Meisen verbindet Werken mit Naturschutz. Die Maße folgen der Bauanleitung des NABU. Mit dem Fluglochdurchmesser entscheidest du, wer einzieht: 26 bis 28 mm für Blaumeisen, 32 mm für Kohlmeisen.

Seite 2 × 28 / 24 × 15 Rückwand 28,5 × 17 Front25 × 13 Flugloch 26–28 oder 32 mm Dach20 × 23 Boden13 × 13 mit Ablauflöchern Aufhängeleiste ca. 60 cm (optional) Alle Maße in cm, Brettstärke 1,8 cm. Seiten: eine lange Kante von 28 auf 24 cm abschrägen (Dachneigung). Rückwand: obere Kante etwa 15° abschrägen.
Zuschnittplan nach der Bauanleitung des NABU-Vogeltrainers.

Material

TeilAnzahlMaße (cm)Hinweis
Seitenwand228 × 15eine lange Kante auf 24 cm abschrägen
Rückwand128,5 × 17obere Kante ca. 15° abschrägen
Front125 × 13mit Flugloch
Dach120 × 23steht vorne über und schützt das Flugloch vor Regen
Boden113 × 13mit 2 bis 4 Ablauflöchern Ø 5 mm
Aufhängeleiste1ca. 60 langoptional
Senkkopfschraubenca. 203 × 35 oder 40 mmrostfrei
Nägel2als Drehpunkt für die Front
Schraubhaken2zum Verriegeln der Front

Holz: ungehobelte Bretter aus Fichte, Tanne, Douglasie, Lärche oder Robinie, 18 mm stark. Sperrholz und Spanplatten sind ungeeignet. Die raue Innenseite hilft den Jungvögeln beim Klettern.

Werkzeug

  • Bleistift, Winkel, Zollstock, Schmiege für die Schrägen
  • Handsäge oder Stichsäge
  • Akkuschrauber mit Holzbohrern Ø 3 und 5 mm
  • Forstnerbohrer oder Lochsäge Ø 26, 28 oder 32 mm
  • Zwingen, Schleifpapier Körnung 80
Sicherheit
  • Bretter beim Sägen und Bohren festspannen.
  • Beim Bohren des Fluglochs ein Restholz unterlegen und eine Schutzbrille tragen.
  • Schrauben vorbohren, dann reißt das Holz nicht.

Arbeitsschritte

  1. Zuschneiden. Alle Teile nach Zuschnittplan anreißen und sägen. An den Seitenwänden die Dachschräge von 28 auf 24 cm anreißen und sägen.
  2. Flugloch bohren. Die Mitte des Fluglochs liegt etwa 17 bis 18 cm über der Unterkante der Front. So kommen Katzen und Marder schlecht an das Nest.
  3. Boden vorbereiten. Zwei bis vier Löcher Ø 5 mm in den Boden bohren, damit Feuchtigkeit ablaufen kann.
  4. Korpus verschrauben. Boden zwischen die Seitenwände setzen und verschrauben. Dann die Rückwand von hinten anschrauben.
  5. Front einsetzen. Die Front zwischen die Seitenwände stellen und oben links und rechts mit je einem Nagel als Drehpunkt befestigen. Unten verriegeln die Schraubhaken. So lässt sich die Front zum Reinigen aufklappen.
  6. Dach aufsetzen. Das Dach so aufschrauben, dass es vorne übersteht.
  7. Aufhängeleiste. Bei Bedarf die Leiste hinten anschrauben.
Was du nicht machen solltest
  • Keine Sitzstange vor dem Flugloch: Sie hilft vor allem Räubern.
  • Innen nicht streichen. Außen höchstens umweltfreundliche Farbe auf Wasserbasis verwenden oder das Holz unbehandelt lassen.

Aufhängen und Pflege

  • In 2 bis 3 m Höhe, katzensicher und mit freiem Anflug
  • Flugloch nach Osten oder Südosten, weg von Wetterseite und praller Mittagssonne
  • Leicht nach vorne geneigt aufhängen, dann regnet es nicht hinein
  • Im Herbst ab Mitte September altes Nistmaterial entfernen und ausbürsten

Für Schule und AG

Ein Nistkasten eignet sich gut für Projektwochen und Kooperationen mit dem Sachunterricht. Kinder können beobachten, ob der Kasten im Frühjahr bezogen wird, und ein Beobachtungsheft führen.

Quelle der Maße: NABU-Vogeltrainer, Bauanleitung Meisenkasten

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